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Medjugorje

Letztes Jahr im Mai habe ich mich spontan entschieden nach Medjugorie zu gehen. Ende Juli war es dann so weit, meine Schwester und ich fuhren mit einer Gruppe verschiedenster Personen los.
Ich wusste zu diesem Zeitpunkt noch fast nichts über Medjugorie, nur dass es ein Wahlfahrt Ort sei. Damals war mir zwar bewusst dass es einen Gott gibt, ich dachte von ihm aber, er sei im Himmel und ich hier auf Erden, er komme ab und zu um uns zu helfen oder er sende seine Helfer. Auch den Sonntagsgottesdienst besuchte ich oft.
Als wir nach zweitägiger Reise endlich in Medjugorie ankamen und aus dem Bus stiegen, durchfuhr es mich. Ich dachte, hier ist der Himmel auf Erden. Trotz grosser Hitze, wirkte der Ort so entspannend, beruhigend und wunderschön. Erstmal war eine Messe, danach packten wir unsere Sachen aus. Am nächsten Tag fuhren wir ans Meer. Das Jugendprogramm begann an diesem Abend noch. Jeder einzelne Vortrag hatte seine Wichtigkeit und Besonderheit. Langeweile kannte ich nicht. Dienstags gingen wir dann zur Beichte. Danach hat sich mein Leben verändert. Ich kapierte zum ersten Mal, dass bei der Beichte alle meine Sunden vergeben werden. Erfüllt von Gluck und Freude, wusste ich, dass ich mein Leben andern will, aber ich wusste nicht wie. Die weitere Zeit in Medjugorie ging vorüber ohne, dass ich überhaupt denken konnte. Auf der Heimreise hatte ich schon Muhe damit, dass wir weg von diesem bezaubernden Ort waren. Zuhause begann sich vieles zu andern, ich ging jeden Sonntag zur Messe, betete öfter, vor allem den Rosenkranz, begann die Bibel zu lesen und ging regelmassig zur heiligen Beichte. Seither geht es mir viel besser, man kann sogar sagen, ich bin ein anderer Mensch, obwohl ich die Selbe Person bin. Glücklicher und freudiger gehe ich heute durch die Welt. Ich Schatze die wahren wichtigen Dinge, wie Familie, Arbeit, Freundschaft, Gesundheit usw. erst richtig. Nach und nach begreife ich den Glauben besser. Der liebe Gott ist immer bei uns, es vergeht keine Sekunde, in der er nicht bei uns ist. Ich kann ein kleines Beispiel nennen: Anfang Juli hatte ich den meinen ersten Termin zur Autoprüfung, ich begann eine Novene zu beten und hoffte fest dass ICH es schaffe, weil ich genau zu wissen schien, dass ich Autofahren kann. Ein schlechter Tag und ein schlecht gelaunter Experte hatten dafür gesorgt, dass ich durchgerasselt bin. Am 15. September durfte ich ein weiteres Mal auf die Prüfung, dies Mal ganz in anderer Vorbereitung. Ich betete oft, sprach mit dem lieben Gott. Ich sagte ihm: Liebe Gott, hilf mer doch, ich weiss dass du immer mit mier bisch und ich nigs ohni dich bi und ich nigs ohni dini Hilf cha schaffu. Dine Willu soil passieru und dü weisch ja dass ich brüeflich uf ds Autopermi agwisu bi.
Ja, ich betete sogar für den Experten: Gib öi im Chraft, eso dass är en güete Tag cha ha und dass im güet geit.
Und siehe da, ich habe bestanden. Seither weiss ich ganz genau, Gott ist immer bei uns, er lasst uns nie im Stich und wir dürfen vertrauen. Auch wenn Mal etwas nicht nach unseren Wünschen geht, Gott hat einen Plan mit uns und den dürfen wir verstehen. Wir können fragen warum es nicht gut lauft und wir werden Antwort finden. Oft muss ich mich an den Haaren ziehen, wenn ich mich dabei ertappe und gerade ein Unchrist bin. Ich probier alles mit den Augen von meinem Gegenüber anzusehen um so besser zu verstehen wie es ihm dabei geht. Somit verschwinden viele Vorurteile. Ich gehe auch positiver an alle Sachen, ich probiere immer mein Bestes zu geben.
Medjugorie ist wie eine gesunde Droge. Es ist wunderschön, man ist fasziniert. Wenn man zurück kommt hat man sogar ein leichtes flash, weil es nicht ganz einfach ist, an diesem „etwas andere Leben" wieder teilzunehmen. Medjugorie heilt sogar, seelisch, wie auch körperlich, es sind viele Falle bekannt. Medjugorie heisst für mich auch Maria, weil ihr der Wahlfahrt Ort, durch ihre Erscheinungen, zu verdanken ist. Sie ist die Begleitende auf dem Weg zu Jesus.
Medjugorie ist etwas einzigartiges, ich empfehle jedem, den Ort zu besuchen. Auch ich ging, ohne Erwartung, ohne Ahnung. Gott hat mir mein Weg gezeigt, und es gibt für alle einen besonderen und spannenden Weg, auf seiner Strasse steht das Gluck, wir müssen es nur sehen, er schenkt es uns sogar.

Fabienne