Christbaum
Von 1539 gibt es einen urkundlichen Beleg, dass im Strassburger Münster ein Weihnachtsbaum aufgestellt wurde. Die immergrüne Tanne diente als Paradiesbaum. Die Zünfte und Vereine stellten schliesslich ein immergrünes Bäumchen in ihre Zunfthäuser. Die ersten Aufzeichnungen über den Christbaum als einen allgemein üblichen Gebrauch stammen aus dem Jahre 1605. Ein Elsässer schrieb: "Auff Weihnachten richtet man Dannebäume zu Strassburg in Stuben auf. Daran henket man Rossen auss vielfarbigem Papier geschnitten, Äpfel, Oblaten, Zischgold und Zucker." 1611 schmückte Herzogin Dorothea Sibylle von Schlesien den ersten Weihnachtsbaum mit Kerzen. Der Brauch, einen Weihnachtsbaum in der Stube aufzustellen, breitete sich vorerst in Deutschland und Österreich aus, jedoch nur langsam. Da es in Mitteleuropa wenig Tannenbäume gab, konnten sich nur begüterte Menschen einen Christbaum leisten. Erst ab der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts wurden vermehrt Tannenwälder angelegt. Es war auch um diese Zeit, als der Christbaum in einem friedvollen Eroberungszug in die Welt getragen wurde. So feiern heute viele Menschen rund um den Erdkreis das Weihnachtsfest mit einem geschmückten Tannenbaum.


